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Andreas
Orosz

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  • Vita

     

    1979-81
    Studium der Kunstgeschichte und Anglistik an der Justus-Liebig-Universität, Gießen

     

    1981-85
    Studium der Kunsterziehung und Anglistik an der Joh.- Gutenberg-Universität, Mainz (Malklasse von Bernd Schwering)

     

    1985-90
    Studium der freien Kunst (Malerei) an der Joh.-Gutenberg-Universität, Mainz

     

    2007
    Lehrauftrag an der Alanus Kunsthochschule in Alfter bei Bonn

     

    Seit 2008
    Professur für Malerei an der Alanus Kunsthochschule

     

    Andreas Orosz lebt als freischaffender Maler in Wiesbaden, Deutschland

     

     

    Ausstellungen

    (Auswahl)

     

    2014
    Kunstmesse „ART Karlsruhe“

     

    2013
    „ArtFair Köln“
    „Andreas Orosz – neue Arbeiten“, Galerie Cerny & Partner, Wiesbaden

     

    2010
    Kunstmesse „ART Karlsruhe“
    Kunstpreis der Sparkasse Karlsruhe, (1.Jury Preis)
    „Realismus – das Abenteuer der Wirklichkeit“
    Kunsthalle Emden, Hypo Kunsthalle, München

     

    2009
    Kunstmesse „ART Karlsruhe“

     

    2007
    „Großstadtbilder“, Sparkasse Karlsruhe
    „Idyll“, Jahresausstellung des Künstlervereins Walkmühle, Wiesbaden
    „Natur-Mensch“ Jahresausstellung St. Andreasberg, Harz

     

    2002
    „Stilleben“, Städtische Galerie im Park, Viersen
    Defa Group, USA, New York

     

    2001
    „Queenboro Bridge und andere Motive“ , Räume der DePfa Group, Wiesbaden
    „Visionen des Wirklichen“, Städtische Galerie im Park in Viersen

     

    1999
    Kunstbahnhof Eller e.V. in Düsseldorf

     

    1995
    Oberhessisches Museum in Gießen (e)
    Städtische Galerie im Park in Viersen (e)

     

    1993
    1. Realismus Triennale, Martin Gropius Bau, Berlin
    Kunstpreis der Sport-Toto GmbH, Rheinland-Pfalz, Koblenz, Bonn, Mainz, Trier, Luxemburg

     

    1991
    Dresdner Bank Zentrale, Frankfurt
    „Den Mops verdoppeln? Realismus heute“, Städtische Galerie Viersen

     

    1990
    „Junge Kunst aus Rheinland-Pfalz“, Bürgermeister Reichert-Haus, Ludwigshafen
    „Trompe l’oeil heute“, Kunstkreis Hameln
    „Arthouse im Rathaus“, Altes Rathaus Ingelheim

     

    1987
    „Kunst aktuell“, 12 Künstler von Rheinland-Pfalz, Mainz und Valencia

     

    1986
    Galerie Polyprint, Wuppertal
    Kunstmesse Art `86, Basel
    Galerie Literat, Genf
    Kunstpreis der Sparkasse Esslingen

     

    1985
    Kunsthalle Gießen
    Kunstpreis der Sparkasse Karlsruhe
    Kunstpreis der Sparkasse Esslingen
    Jahresausstellung der Darmstädter Sezession, Mathildenhöhe Darmstadt
    Kunstmesse Art `85, Basel
    Galerie Weinand-Bessoth, Saarbrücken

     

    1984
    Kunstmesse Art `84, Basel
    Kunstsalon `84, München
    Sickingen Kunstpreis, Kaiserslautern

     

     

     

    Heiner Altmeppen
    Kleine Verbeugung vor Queensboro Bridge

     

    Als ich im Dezember 2000 das große New-York-Bild von Andreas Orosz in etwa halbfertigem Zustand zum ersten Mal sah, blieb mir für einen Moment buchstäblich der Atem weg.

     

    Es liegt wohl nahe, dass der Schockeffekt etwas mit der ungeheuren Informationsdichte des Bildes zu tun hat. Seitdem habe ich es auf seinem Weg zur Vollendung viele Male wiedergesehen und doch stellte sich bei jeder neuen Begegnung zuerst der Eindruck überwältigender, nahezu chaotischer Fülle ein, der erst allmählich in dem Maße wich, wie man das Bild richtig lesen, die unzähligen Details in den Illusionsraum zu integrieren lernte.

     

    Ich finde das bemerkenswert, wenn man bedenkt wieviele tausend Bilder, Fotos und Gemälde man im Laufe seines Lebens wohl schon von New York gesehen hat. Am eindrücklichsten sind für mich Richard Estes‘ komplexe aber klare und elegante Veduten seiner Heimat, an denen sich das Bild von Andreas natürlich messen lassen muss und nach meiner Überzeugung sehr wohl messen lassen kann.

     

    Denn trotz mancher Ähnlichkeiten, die man zu dem Werk von Estes bemerken mag, sehe ich in Andreas‘ Bild einen eigenen, ganz anderen Blick auf New York formuliert – und vielleicht auf Amerika überhaupt. Wo Estes dezent – in seiner Darstellung irgendwie europäisch – wirkt, betont Andreas nach meinen Eindruck eher das Schrille und Disparate. Die Metropole der westlichen Welt als der kunterbunteste, überkandideltste Platz auf Erden – so scheint es auf den ersten Blick.

     

    Doch die Buntheit ist alles andere als naiv fröhlich, die Farbgebung alles andere als gefällig. Mehr noch als die kluge Organisation der Bildobjekte hat mich die ambivalent deutende, hochbewusste Gestaltung mit der Farbe fasziniert, die für mich vor allem auf der rechten Bildhälfte mit zum Teil grellen, gleichwohl kühlen und sogar distanziert wirkenden Tönen die Stimmung des Bildes prägt.
    Den größten Respekt zolle ich aber der malerischen Integration, die in diesem Bild geleistet wird: Eine hochkomplexe Konstruktion verschiedener Ansichten und Perspektiven fügt sich zu einem riesigen, überzeugenden Raum. Eine geschickte Lichtregie erzeugt eine Atmosphäre, in der auch gewöhnungsbedürftige Farbkonstellationen wie selbstverständlich erscheinen. Der Realismus der Darstellung stiftet im Bild die glaubwürdige Einheit des disparaten Materials und seiner subjektiven Deutungen.

     

    Als Malerkollege, der ein vergleichbares Projekt in jahrelanger Arbeit verwirklicht hat („Deutsche Landschaft“, 1994-98, Deutsche Bundesstiftung Umwelt, Osnabrück), habe ich eine genaue Vorstellung vom Wert dieser Leistung. „Queensboro Bridge“ ist für mich ein großartiges Beispiel realistischer Malerei der Gegenwart.