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Berliner Luft | Galerie Cerny
"Kunst aus Berlin"
28/10/2018 - 13/01/2019

Kunstverein Kirchzarten e.V.
"Katharina Reschke – Malerei –"
14/10/2018 - 11/11/2018

Kunstverein Münsterland e.V.
"Anja Ganster (Constellation 7)"
11/11/2018 - 13/01/2019

Katharina Reschke | Lars Reiffers
"Reschke – Reiffers – Realismus"
03/06/2018 - 21/07/2018

Hans Scheib
"…von Anekdoten und Seelenstriptease"
03/03/2018 - 08/04/2018


"Messe art Karlsruhe 2018"
21/02/2018 - 25/02/2018

Julius Shulman - Franziskus Wendels
"Reflecting Places"
28/10/2017 - 09/12/2017

various artists
"Kostbar"
01/07/2017 - 19/08/2017

Cerny + Partner
"Kunstmesse Art Bodensee 2017"
21/07/2017 - 23/07/2017

Hermann-Josef Kuhna
"Nuda Veritas"
19/05/2017 - 24/06/2017

Thomas Duttenhoefer
"DE ANIMA"
17/03/2017 - 06.05.2017


"Messe art Karlsruhe 2017"


Isa Dahl
"Isa Dahl – wellenlang"
20/01/2017 - 04/03/2017

Andreas Orosz
"und Malereiklasse Orosz"
04/11/2016 - 16/12/2016

Anja Ganster
"Entre Espacios"
14/10/2016 - 29/10/2016

Mechtild van Ahlers
"Kontemplation"
09/09/2016 – 16/10/2016

Sebastian Gahntz
"The Good, The Bad and The Ugly"
06/05/2016

Nina Stoelting + Gábor Török
"Ein Stück Geschichte"
11/03/2016

Sala Lieber
"Bourgeoisie Surréaliste"
30/10/2015 – 05/12/2015

Katharina Reschke
"Objects of Desire"
11/09/2015 – 19/10/2015

Franziskus Wendels
"Memory"
20/03/2015 – 30/05/2015

Galerie Ekain Arte Lanak
"WIESBADEN – SAN SEBASTIÁN"
24/04/2015 – 22/05/2015

Gruppenausstellung
"Dreams & Desire"
Bis 11/03/2015

Wulf Winckelmann
"Turn of Tide"
28/11/2014 – 31/01/2015

Isa Dahl
"Jetzt-Malerische Interferenzen"
17/10/2014 – 22/11/2014

Anja Ganster mit Dr. Martin Stather
"Finissage + Künstlergespräch"
12/10/2014

Anja Ganster
"Passageways"
12/09/2014 – 17/10/2014

Michael Bach + Daniel Wagenblast
"Around the world"
26/04/2014 - 04/05/2014

Hermann-Josef Kuhna
"Intonation der Farben"
30/03/2014 – 10/05/2014

C. Erdmann + Min Clara Kim
"Skulpturen – Malerei"
13/12/2013 – 31/01/2014

Andreas Orosz + Malereiklasse
"Neue Arbeiten & Fokus Realität"
04/09/2013 – 09/11/2013

Walerija Peter + Ina Weißflog
"constructio"
24/08/2013 – 28/09/2013

Birgid Helmy + Franziskus Wendels
"DRAISER ART PROJECT II"
28/04/2013 – 04/05/2013

Andreas Welzenbach
"KUNST = VIELFALT"
13/04/2013 – 19/05/2013

Michael Bach + Hans Scheib
"Neue Skulpturen und Bilder"
12/04/2013 – 31/05/2013

Sigrid Nienstedt + Birgid Helmy
"Land – in Sicht!"
11/11/2012 – 14/01/2013

Berliner Luft | Galerie Cerny

"Kunst aus Berlin"
28/10/2018 - 13/01/2019

„Berliner Luft“ Malerei, Skulptur und Graphik, aus der Zeit von 1904 bis heute. Galerie Cerny+Partner Wiesbaden.

„Berliner Luft“  Malerei, Skulptur und Graphik, aus der Zeit von 1904 bis heute.

 

Berlin oszilliert immer noch in seiner Gegensätzlichkeit– und der legendäre Chanson Berliner Luft, gilt seither als das Synonym für ein freies Lebensgefühl.
Die in der Ausstellung vorgestellten Künstler leben oder arbeiteten temporär in Berlin; ihre Werke stehen für die facettenreiche Identität der Metropole im Wandel der Zeit.

 

Von schillerndem Charakter der zeitgenössischen Burlesque sind Hans Scheib’s szenische Figuren; bizarrer Lebenshunger, lebensgroß, in Holz und Farbe zum Leben erweckt. Intim und recht bissig spiegelt sich der berüchtigte Berliner Humor archetypisch in Scheibs’ Radierungen. Kritisch, aber nie hoffnungslos, unbeeindruckt von den gesellschaftlichen Stürmen, mit virtuosem zeichnerischen Können in eine Radierplatte geätzte – Berliner Gelassenheit.

 

Michael Bach poetisierte im Medium der Malerei ein Meer von Baukränen an der Brache des, im Aufbau begriffenen, Potsdamer Platzes. Der Titel „1999“, und eine vor dem Panorama sinnierende Rückenfigur, stehen für den visionären Blick in ein neues Jahrtausend, hinterfragt dabei subtil unsere Vorstellungskraft epochaler Veränderungen.

 

Mit einem über drei Meter breiten Holzrelief schildert Detlef Waschkau sein Berlin. Komplexe Strukturen der Urbanität durchsetzt er mit signifikanten Fragmenten, wie ein DJ, der den Sound und Rhythmus der Stadt in jedem Track neu variiert.

 

Den historischen Details der Metropole spürt Nina Stölting in der mimetischen, zeichnerischen Ablösung von Mauern, Strukturen und Inschriften nach. Es ist ein Prozess, der, das aus Gewohnheit Unsichtbare, wieder sichtbar werden lässt. Im Boden verankerte Stolpersteine zeugen von dem Grauen der NS Vergangenheit, die sich in ihrer zeichnerischen Transformation zu bleiernen Schatten der Geschichte formieren.

 

Die Stille einer Stadt, die niemals ruht, findet Philipp Hennevogl in Motiven, die auf den ersten Blick überall sein könnten, im Kontext von Berlin ihre authentische Aura entfalten. Ein junger, austreibender Essigbaum, umgeben von einer Insel aus Grasbüscheln, das typische Biotop neu betonierter Innenstadtlagen. Zerbrochene Fensterscheiben wecken romantische Erinnerungen an längst nicht mehr besetzte Häuser, ein Stromkasten wird zur Kreativfläche, und Kulisse des Kulturtourismus, der auch ohne Eintrittskarte in Berlin Eintritt sucht. Ganz filigran schneidet Hennevogl die zerbrechliche Seele dieser Momente in Linolplatten, eine sensible Lyrik aus des Messers Schneide durchdringt das Material und erreicht den Betrachter gedruckt, auf edlem Büttenpapier.

 

Elegant und fast tänzerisch schildert der aus Ungarn stammende Bildhauer Gabor Török existentielle Durchsetzungskraft. Nackt und erregt bringt sein juveniler Aktivist eine Mauer ins Wanken, in Bronze zu einem ein starren Gefüge gegossen, wandelt sich die Materialität der Bronzemauer in ein labile Form, nicht länger haltbar, einem freien Lebensgefühl folgend.

 

Einem babylonischen Sprachengewirr gleich kommen die Statements von Andreas Paeslack. Mit Antworten auf die Frage: „Was ist Kunst?“ übermalt Paeslack Werbeseiten aus Illustrierten. Konsumästhetik recovered, intellektuelles upcycling oder nur Provokation pur, wenn zwischen den Pobacken eines knackigen Modells im knappen Outfit die Worte: „literweise opportune Künstlerscheisse“ in weißen Versalien, wie ein Sturzbach strömen ?
Auch diesen Stresstest besteht Kunst aus Berlin, es lebe die Provokation!

 

Je mehr Distanz sich zur Metropole Berlin bietet, umso versöhnlicher ist der Blick nach Berlin. In wundervoller Aussicht auf die ferne Stadt, mit einer Himmelszone, die nicht freier sein kann, versöhnt Sigrid Nienstedt malerisch alle innewohnenden Kontroversen zu einem Sehnsuchtsort. Wir kommen gerne wieder.

 

Ergänzt wird die Ausstellung durch eine Zeitreise Berliner Kunst, aus der Ära des Chansons Berliner Luft zeugen Graphiken von Heinrich Zille, Lesser Ury, Thitz und Max Liebermann, im Kabinett der Galerie.

 

„Berliner Luft“  Malerei, Skulptur und Graphik, aus der Zeit von 1904 bis heute.

Vernissage am Sonntag, 28.10.2018 von 11 bis 15 Uhr
Galerie Cerny+Partner, Saalgasse 36, 65183 Wiesbaden

 

Die Ausstellung ist bis zum 13. Januar 2019 zu sehen.

 

Öffnungszeiten:
Dienstag- Freitag 12:00 bis 19:00 Uhr
Samstag 11:00 bis 15:00